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Was ist Ziel-ROAS?

Ziel-ROAS ist eine Gebotsstrategie in Google Ads, bei der du festlegst, wie viel Umsatz jeder Euro Werbekosten bringen soll. Google bietet dann so, dass dieses Verhältnis zwischen Kosten und Umsatz erreicht wird.

Was ist Ziel-ROAS?

Ziel-ROAS (englisch Target ROAS, kurz tROAS) gehört zu den Smart-Bidding-Strategien in Google Ads. Du gibst einen ROAS vor, zum Beispiel 5, also 5 Euro Umsatz je Euro Werbekosten. Google setzt die Gebote dann in jeder Auktion so, dass die Kampagne diesen Wert erreicht.

Der Ziel-ROAS wirkt wie ein Regler zwischen Volumen und Effizienz. Ein hoher Ziel-ROAS macht Google vorsichtiger. Ein niedriger lässt mehr und teurere Klicks zu.

Ein Rechenbeispiel: Bleiben dir nach Wareneinsatz, Versand, Zahlungsgebühren und Retouren 25 % vom Umsatz, liegt dein Break-even-ROAS bei 1 / 0,25 = 4. Ein Ziel-ROAS von 4 deckt gerade die Werbekosten. Willst du je Bestellung etwas verdienen, liegt dein Ziel darüber.

So legst du den Ziel-ROAS fest

  1. Aus der Marge ableiten: Die Untergrenze ist dein Break-even-ROAS, also 1 geteilt durch den Deckungsbeitrag vor Werbekosten. Den Wert rechnet der Break-even-ROAS-Rechner aus.
  2. Je Margenklasse trennen: Produkte mit hoher Marge bekommen einen niedrigeren Ziel-ROAS, Produkte mit niedriger Marge einen höheren. In Performance Max und Shopping trennst du die Klassen über eigene Kampagnen oder Asset-Gruppen.
  3. Nicht zu früh starten: Neue Kampagnen laufen zum Start mit "Conversions maximieren" oder "Conversion-Wert maximieren". Erst wenn genug Conversions da sind, stellst du auf Ziel-ROAS um.
  4. Geduld nach Änderungen: Nach jeder Umstellung braucht Smart Bidding einige Wochen. Wer nach wenigen Tagen zurückdreht, misst nur die Lernphase.

In unseren Konten schreiben wir den ROAS-Korridor jeder Kampagne in den Kampagnennamen, zum Beispiel PMax | Gartenmöbel | tlow:6,25 | thigh:10,94. So ist für jeden sichtbar, in welchem Rahmen die Kampagne laufen soll.

Ziel-ROAS in der Black Week: Google empfiehlt, Budgets und ROAS-Ziele 4 bis 6 Wochen vor der umsatzstärksten Zeit zu prüfen. Weil der ROAS in der Black Week meist von selbst steigt, kannst du das Ziel halten und über das Budget Volumen gewinnen. Mehr dazu im Beitrag Black Friday in Google Ads.

Die ganze Herleitung vom Deckungsbeitrag zum Ziel steht im Fachbeitrag POAS statt ROAS. Wie wir Ziele je Kampagne für Shopping und Performance Max setzen, zeigt die Seite Performance Max Agentur.

Verwandte Begriffe

  • ROAS: die Kennzahl, die der Ziel-ROAS vorgibt.
  • Smart Bidding: die Familie automatischer Gebotsstrategien, zu der Ziel-ROAS gehört.
  • Custom Labels: trennen Produkte nach Marge, damit jede Gruppe ihr eigenes Ziel bekommt.
  • POAS: zeigt, ob der Ziel-ROAS richtig gesetzt ist.

Häufige Fragen

Soll ich Ziel-ROAS oder Conversion-Wert maximieren ohne Ziel nutzen?

Ohne Ziel holt Google aus dem Budget so viel Conversion-Wert wie möglich, egal zu welchem ROAS. Mit Ziel richtet sich die Auslieferung nach dem Wert, den du vorgibst. Für Onlineshops mit bekannter Marge ist ein Ziel-ROAS aus dem Break-even-ROAS der bessere Start.

Was passiert, wenn ich den Ziel-ROAS senke?

Google lässt mehr und teurere Klicks zu. Du bekommst meist mehr Umsatz, aber zu einem schlechteren Verhältnis von Kosten zu Umsatz. Bleib dabei über deinem Break-even-ROAS, sonst kostet jede zusätzliche Bestellung Geld.

Reicht ein Ziel-ROAS für das ganze Sortiment?

Selten. Teilen sich Produkte mit 50 % und mit 15 % Marge ein Ziel, laufen die margenschwachen mit Verlust und die margenstarken bleiben unter ihren Möglichkeiten.

Quellen

Wir leiten mit dir aus deiner Marge ab, welcher Ziel-ROAS für deine Kampagnen passt.

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Sebastian Beneke, Co-Founder von Lyonic