Lexikon

Was ist ROAS?

Der ROAS (Return on Ad Spend) ist der Umsatz aus Anzeigen geteilt durch die Werbekosten. Ein ROAS von 5 heißt, dass jeder Euro Werbebudget 5 Euro Umsatz bringt.

Was ist ROAS?

ROAS steht für Return on Ad Spend. Die Kennzahl setzt den Umsatz, den deine Anzeigen bringen, ins Verhältnis zu dem, was du für diese Anzeigen ausgibst. In Google Ads ist der ROAS das Steuerungsziel, mit dem Shopping, Performance Max und Suchkampagnen mit Conversion-Wert rechnen.

ROAS = Umsatz aus Anzeigen / Werbekosten

Ein Rechenbeispiel: Du gibst im Monat 1.000 Euro für Google Ads aus. Die Anzeigen bringen Bestellungen über 5.000 Euro. Dein ROAS liegt bei 5.000 / 1.000 = 5. Manche Tools zeigen denselben Wert in Prozent, dann steht dort 500 %.

Ein ROAS von 5 bedeutet umgekehrt: Die Werbekosten machen 20 % des Umsatzes aus. Ob das gut ist, entscheidet deine Marge. Bei 50 % Rohertrag bleibt genug übrig, bei 25 % nicht.

Welcher ROAS reicht für deinen Shop?

Den ROAS, ab dem eine Kampagne kostendeckend ist, nennt man Break-even-ROAS. Du berechnest ihn aus deinem Deckungsbeitrag vor Werbekosten:

Break-even-ROAS = 1 / Deckungsbeitrag vor Werbekosten in Prozent vom Umsatz

Bleiben nach Wareneinsatz, Versand, Zahlungsgebühren und Retouren 25 % vom Umsatz übrig, liegt dein Break-even-ROAS bei 1 / 0,25 = 4. Jede Kampagne darunter kostet dich Geld, auch wenn der ROAS im Konto ordentlich aussieht. Deinen Wert rechnet der Break-even-ROAS-Rechner aus.

Zur Einordnung: In 175 Konten aus unserer Betreuung lag der ROAS von Oktober 2025 bis September 2026 im Median bei 5,0. Für deinen Shop ist das kein Richtwert, denn der richtige ROAS hängt immer an deiner Marge.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • Netto statt brutto: Enthält der Conversion-Wert die Mehrwertsteuer, wirkt jeder ROAS um den Steuersatz besser, als er ist.
  • Retouren: Google Ads zählt den Umsatz im Moment der Bestellung. Geht die Ware zurück, bleibt der Umsatz im Konto stehen. In Sortimenten mit vielen Rücksendungen liegt der gemessene ROAS dadurch über dem tatsächlichen.
  • Marge je Produkt: Wer nur auf den ROAS schaut, skaliert oft genau die Produkte, die viel Umsatz und wenig Marge bringen.

Deshalb steuern wir Konten lieber nach Deckungsbeitrag. Wie das geht, steht im Fachbeitrag POAS statt ROAS. Wie viel ein Klick kostet und was dabei herauskommt, zeigt der Beitrag Was kostet Google Ads?. Wie wir Shopping und Performance Max nach Ertrag steuern, steht auf der Seite Google Shopping Agentur.

Verwandte Begriffe

  • POAS: misst den Deckungsbeitrag statt des Umsatzes je Euro Werbebudget.
  • Ziel-ROAS: die Gebotsstrategie, mit der du Google einen ROAS vorgibst.
  • Smart Bidding: die automatischen Gebote, die auf Conversion-Wert und ROAS optimieren.

Häufige Fragen

Wie berechne ich den ROAS?

Teile den Umsatz aus deinen Anzeigen durch die Werbekosten im selben Zeitraum. 3.000 Euro Umsatz bei 600 Euro Kosten ergeben einen ROAS von 5.

Was ist ein guter ROAS?

Gut ist jeder ROAS über deinem Break-even-ROAS. Den rechnest du als 1 geteilt durch deinen Deckungsbeitrag vor Werbekosten. Bei 20 % Marge liegt er bei 5, bei 40 % bei 2,5.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und POAS?

Der ROAS teilt den Umsatz durch die Werbekosten, der POAS den Deckungsbeitrag. Ein ROAS von 5 kann je nach Marge Gewinn oder Verlust bedeuten. Ein POAS über 1 heißt immer, dass die Kampagne nach allen variablen Kosten Geld verdient.

Quellen

Wir rechnen mit dir durch, welcher ROAS sich für deinen Shop wirklich lohnt.

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Sebastian Beneke, Co-Founder von Lyonic