Lexikon

Was ist POAS?

Der POAS (Profit on Ad Spend) ist der Deckungsbeitrag aus Anzeigen geteilt durch die Werbekosten. Ab einem POAS von 1 sind die Werbekosten gedeckt, darüber verdient die Kampagne Geld.

Was ist POAS?

POAS steht für Profit on Ad Spend. Die Kennzahl setzt dort an, wo der ROAS aufhört. Der ROAS zeigt, wie viel Umsatz ein Euro Werbebudget bringt. Der POAS zeigt, wie viel davon nach Wareneinsatz, Versand, Zahlungsgebühren und Retouren übrig bleibt.

POAS = Deckungsbeitrag vor Werbekosten / Werbekosten

Ein POAS von 1 heißt: Die Werbekosten sind gerade gedeckt. Liegt er darüber, verdient die Kampagne Geld. Liegt er darunter, subventionierst du jeden Verkauf.

Ein Rechenbeispiel: Ein Shop hat nach allen variablen Kosten einen Deckungsbeitrag von 20 % vom Umsatz. Eine Kampagne bringt aus 100 Euro Budget 400 Euro Umsatz, also einen ROAS von 4. Der Deckungsbeitrag daraus liegt bei 80 Euro. Der POAS beträgt 80 / 100 = 0,8. Nach Abzug der Werbekosten bleiben minus 20 Euro, obwohl der ROAS im Konto ordentlich aussieht.

Welche Kosten in den POAS gehören

In den Deckungsbeitrag gehören alle Kosten, die mit jeder Bestellung anfallen: Wareneinsatz, Versand, Verpackung, Zahlungsgebühren und die Kosten für Retouren. Fixkosten wie Miete, Gehälter oder Software bleiben außen vor. Sie müssen aus dem Deckungsbeitrag gedeckt werden.

So misst du den POAS in Google Ads

Google Ads rechnet von Haus aus mit Umsatz. Zwei Bausteine bringen den Gewinn ins Konto:

  1. Conversions mit Warenkorbdaten: Dein Conversion-Tag übergibt beim Kauf, welche Produkte im Warenkorb lagen.
  2. Selbstkosten im Feed: Über das Attribut cost_of_goods_sold hinterlegst du im Merchant Center den Einkaufspreis je Produkt.

Google versteht unter Bruttogewinn den Umsatz minus Selbstkosten. Versand, Retouren und Zahlungsgebühren kennt Google nicht. Für den echten Deckungsbeitrag rechnest du sie selbst hinzu, pauschal je Bestellung oder als Quote je Produktgruppe.

Eine allgemein verfügbare Gebotsstrategie auf Gewinn gibt es in Google Ads bisher nicht. Wir steuern deshalb über Margenklassen im Feed und einen eigenen Ziel-ROAS je Klasse. Wie das konkret aussieht, beschreibt der Fachbeitrag POAS statt ROAS, die Einordnung jedes Produkts nach Marge und Performance das Profit Labeling System. Wie wir Shopping und Performance Max nach Deckungsbeitrag steuern, zeigt die Seite Google Shopping Agentur.

Verwandte Begriffe

  • ROAS: Umsatz je Euro Werbebudget, die Basis für den POAS.
  • Ziel-ROAS: mit ihm setzt du die Marge in Gebote um.
  • Custom Labels: machen Margenklassen im Feed für Google Ads nutzbar.

Häufige Fragen

Was ist ein guter POAS?

Alles über 1 ist profitabel, denn dann deckt der Deckungsbeitrag die Werbekosten. Wie weit darüber du liegen solltest, hängt von deinen Fixkosten und deinen Wachstumszielen ab. Wer Neukunden gewinnen will, akzeptiert bei der ersten Bestellung oft einen niedrigeren Wert.

Kann Google Ads direkt auf Gewinn optimieren?

Nicht allgemein. Google Ads optimiert auf Conversion-Wert. Mit Warenkorbdaten und Selbstkosten misst du den Bruttogewinn im Konto. Gesteuert wird über Margenklassen im Feed und einen Ziel-ROAS je Klasse.

Wie hängen POAS und Break-even-ROAS zusammen?

Ein POAS von 1 entspricht genau dem Break-even-ROAS. Den Break-even-ROAS rechnest du als 1 geteilt durch deinen Deckungsbeitrag vor Werbekosten in Prozent vom Umsatz. Der Break-even-ROAS-Rechner nimmt dir die Rechnung ab.

Quellen

Wir rechnen deinen echten Deckungsbeitrag pro Kanal durch.

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