Was ist das Google Merchant Center?
Das Merchant Center ist die Stelle, an der deine Produktdaten bei Google ankommen. Titel, Preis, Verfügbarkeit, Bilder und GTIN kommen über einen Feed aus deinem Shop. Google prüft jedes Produkt gegen seine Anforderungen und Richtlinien. Produkte, die bestehen, können in der Google Suche, im Shopping-Tab, auf YouTube und in Google Maps erscheinen.
Wichtig ist die Trennung: Das Merchant Center selbst schaltet keine Anzeigen. Es liefert die Produktdaten. Bezahlte Shopping-Anzeigen und Performance Max mit Produkten entstehen erst in Google Ads, wenn beide Konten verknüpft sind.
So richtest du es ein
- Unternehmensangaben so ausfüllen, wie sie im Impressum stehen.
- Website bestätigen und beanspruchen. Bestätigt heißt, die Domain gehört dir. Beansprucht heißt, dieses Konto darf Produkte dieser Domain zeigen.
- Versand und Rückgabe passend zum Shop hinterlegen.
- Feed-Quelle wählen: Plugin des Shopsystems, eigene Datei, Google Sheet oder Schnittstelle.
- Mit Google Ads verknüpfen, damit Shopping und Performance Max deine Produkte nutzen können.
- CSS festlegen, über die Shopping-Anzeigen und kostenlose Einträge laufen.
Programme, die Produktdaten über eine Schnittstelle senden oder lesen, nutzen seit der Abschaltung der Content API for Shopping am 18. August 2026 die Merchant API. Datei-Feeds, geplante Abrufe und Google Sheets sind davon nicht betroffen. Mehr dazu im Beitrag Merchant API statt Content API.
Warnung, Ablehnung, Sperrung
Google ordnet jedes Problem einer von zwei Ebenen zu:
- Produktebene: Einzelne Produkte bekommen eine Warnung oder werden abgelehnt. Der Rest des Sortiments läuft weiter.
- Kontoebene: Zuerst kommt meist eine Warnung mit Frist, bei Mängeln in den Produktdaten 28 Tage. Läuft sie ab, sperrt Google das Konto und kein Produkt wird mehr ausgeliefert. Die Überprüfung dauert laut Google in der Regel 3 bis 7 Arbeitstage.
Abgelehnte Produkte fallen im Google-Ads-Konto kaum auf, weil die Kampagnen mit weniger Produkten weiterlaufen. Deshalb prüfen wir die Merchant Center unserer Kunden täglich automatisch und bekommen einen Alarm, wenn die Zahl der abgelehnten Produkte springt.
Den Aufbau Schritt für Schritt beschreibt der Fachbeitrag Google Merchant Center, was bei einer Sperrung hilft, der Beitrag Merchant Center Konto gesperrt. Wie wir Merchant Center und Feeds betreuen, steht auf der Seite Google Shopping Agentur.
Verwandte Begriffe
- GTIN: die Artikelnummer, mit der Google jedes Produkt eindeutig erkennt.
- Custom Labels: eigene Felder im Feed für die Steuerung in Google Ads.
- CSS (Comparison Shopping Service): legt fest, über welchen Preisvergleichsdienst deine Produkte laufen.
- Google Shopping: die Produktanzeigen, die aus dem Merchant Center gespeist werden.
Häufige Fragen
Kostet das Google Merchant Center etwas?
Nein. Das Merchant Center und die kostenlosen Produkteinträge kosten nichts. Kosten entstehen erst für Anzeigen in Google Ads und gegebenenfalls für eine CSS.
Brauche ich für das Merchant Center ein Google Ads Konto?
Nein. Für die kostenlosen Produkteinträge reicht das Merchant Center. Für Shopping-Anzeigen und Performance Max mit Produkten brauchst du zusätzlich Google Ads und eine Verknüpfung beider Konten.
Laufen Suchanzeigen weiter, wenn das Merchant Center gesperrt ist?
Ja. Suchanzeigen hängen nicht am Merchant Center. Shopping-Anzeigen und die Produkte in Performance Max laufen bei einer Sperrung dagegen nicht mehr.


