Was ist Smart Bidding?
Bei manuellen Geboten legst du selbst fest, wie viel ein Klick höchstens kosten darf. Beim Smart Bidding gibst du ein Ziel vor, Google rechnet für jede einzelne Auktion aus, wie viel ein Klick wert ist, und bietet entsprechend. Grundlage ist maschinelles Lernen aus den Conversions in deinem Konto.
Zu Smart Bidding zählen vor allem diese vier Strategien, die alle auf Conversions basieren:
| Strategie | Was Google optimiert |
|---|---|
| Conversions maximieren | möglichst viele Conversions aus dem Budget |
| Conversion-Wert maximieren | möglichst viel Conversion-Wert aus dem Budget |
| Ziel-CPA | Conversions zu den vorgegebenen Kosten je Conversion |
| Ziel-ROAS | Conversion-Wert im vorgegebenen Verhältnis zu den Kosten |
Für Onlineshops sind Conversion-Wert maximieren und Ziel-ROAS die üblichen Strategien, weil sie mit dem Warenkorbwert rechnen und nicht nur mit der Zahl der Käufe.
Smart Bidding ist so gut wie seine Signale
Smart Bidding lernt nur aus dem, was im Konto ankommt. Fehlen Signale oder sind sie falsch, optimiert Google auf unvollständige Ersatzsignale. Die häufigsten Ursachen:
- Zu viele primäre Conversions: Zählen Newsletter-Anmeldungen oder Seitenaufrufe primär mit, optimiert Smart Bidding auf alles gleichzeitig. Primär gehört im Shop meist nur der Kauf.
- Werte mit Mehrwertsteuer oder Versand: Dann wirkt jeder ROAS besser, als er ist, und der Ziel-ROAS passt nicht zur Marge.
- Doppelte Käufe: etwa wenn Google-Tag und ein Import aus Google Analytics denselben Kauf zählen. Eine Transaktions-ID verhindert das.
- Automatisches Tagging aus: Ohne Klick-ID kann Google Conversions schlechter zuordnen.
Dazu kommen Consent Mode, erweiterte Conversions und Kundenlisten. In der Google-Partner-Auswertung liegt Lyonic bei der Automated 1P Adoption bei 80 %, der Benchmark der von Google betreuten Agenturen in DACH bei 56 %. Die Kennzahl zeigt, in wie vielen Konten First-Party-Signale wie der Kundenabgleich automatisiert aktiviert sind.
Geduld nach Änderungen: Smart Bidding lernt nach größeren Änderungen an Conversions, Werten oder Zielen einige Wochen neu. Wir bewerten Umstellungen deshalb frühestens nach vier bis sechs Wochen.
Wie du die Signale aufbaust, steht im Fachbeitrag Tracking und First-Party-Signale, wie du das Ziel aus der Marge ableitest, im Beitrag POAS statt ROAS. Beim Aufbau des Trackings hilft unser Team für Conversion Tracking.
Verwandte Begriffe
- Ziel-ROAS: die Smart-Bidding-Strategie für Shops mit bekannter Marge.
- Consent Mode: sorgt dafür, dass Einwilligungen und modellierte Conversions im Konto ankommen.
- AI Max: setzt für den Suchanfragen-Abgleich Smart Bidding voraus.
- Server-Side Tagging: bringt Messdaten über die eigene Domain zu Google.
Häufige Fragen
Welche Smart-Bidding-Strategie passt zum Start?
Neue Kampagnen ohne Historie starten meist mit Conversions maximieren oder Conversion-Wert maximieren, damit Google Daten sammelt. Ziel-ROAS oder Ziel-CPA kommen dazu, wenn genug Conversions da sind.
Warum sinken die Gebote, obwohl der Shop gut verkauft?
Meist kommen nicht alle Käufe im Konto an, etwa nach einem Theme-Wechsel, einem neuen Cookie-Banner oder einem Fehler im Tag. Smart Bidding sieht dann weniger Conversions und bietet vorsichtiger.
Kann Smart Bidding auf Gewinn optimieren?
Nicht direkt. Smart Bidding optimiert auf Conversion-Wert. Gewinn bringst du über Margenklassen im Feed und einen eigenen Ziel-ROAS je Klasse in die Gebote.


