Was ist der Consent Mode?
Der Consent Mode ist kein Cookie-Banner. Das Banner kommt von deiner Plattform zur Einwilligungsverwaltung (CMP), etwa Cookiebot, Usercentrics oder consentmanager. Der Consent Mode ist die Schnittstelle, über die das Banner seine Entscheidung an die Google-Tags weitergibt.
Version 2 arbeitet mit vier Parametern:
| Parameter | Was er regelt |
|---|---|
| ad_storage | ob Werbe-Cookies gesetzt und gelesen werden |
| analytics_storage | ob Analyse-Cookies gesetzt und gelesen werden |
| ad_user_data | ob Nutzerdaten zu Werbezwecken an Google gehen dürfen |
| ad_personalization | ob personalisierte Werbung erlaubt ist |
Die beiden letzten sind mit v2 dazugekommen. Google verlangt diese Signale für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum. Seit dem 15. Juni 2026 entscheidet der Consent Mode allein darüber, welche Werbedaten aus Google Analytics in Google Ads genutzt werden.
Einfache oder erweiterte Implementierung
- Einfach: Die Google-Tags laden erst, wenn der Nutzer im Banner entschieden hat. Lehnt er ab, geht nichts an Google. Conversions schätzt Google dann nur mit einem allgemeinen Modell.
- Erweitert: Die Tags laden sofort mit dem Standardstatus "denied". Ohne Zustimmung senden sie Pings ohne Cookies. Daraus baut Google ein Modell für dein Konto, das genauer ist als das allgemeine.
Technisch bekommt Google Ads mit der erweiterten Variante mehr Signale. Auch ohne Cookies werden dabei aber Daten an Google übertragen. Die Wahl stimmst du deshalb mit deinem Datenschutzbeauftragten ab.
Was ohne Einwilligung passiert
- Conversions: Für Nutzer ohne Zustimmung modelliert Google. Voraussetzung sind laut Google mindestens 700 Anzeigenklicks in sieben Tagen je Land und Domain-Gruppe. Modellierte Conversions stehen direkt in der Spalte Conversions.
- Remarketing: Nur wenn
ad_user_dataundad_personalizationbeide erteilt sind, ist personalisierte Werbung möglich. Ein Banner, das nurad_storageübergibt, reicht dafür nicht. - Smart Bidding: Kommt der Status falsch oder zu spät an, fehlen Conversions, und die Gebotsstrategie senkt die Gebote, obwohl der Shop genauso gut verkauft.
Prüfen kannst du dein Setup mit Tag Assistant: Im Tab Consent müssen alle vier Parameter vor jeder Interaktion auf "Denied" stehen und nach der Zustimmung auf "Granted". In Google Ads zeigt der Tab Diagnose einer Website-Conversion-Aktion, ob die Modellierung läuft.
Einrichtung, Prüfung und typische Fehler stehen im Fachbeitrag Consent Mode v2 für Google Ads. Beim Aufbau hilft unser Team für Tracking und Tag Manager.
Verwandte Begriffe
- Smart Bidding: bietet auf gemessene und modellierte Conversions.
- Server-Side Tagging: nimmt Messdaten in einem eigenen Server-Container entgegen, bevor sie an Google gehen.
Häufige Fragen
Ist Consent Mode v2 Pflicht?
Google verlangt für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, dass du die Einwilligung einholst und die Signale an Google übergibst. Ohne sie stehen Remarketing, Kundenabgleich und Teile der Messung für diese Nutzer nicht voll zur Verfügung. Welche rechtlichen Pflichten darüber hinaus gelten, klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten.
Funktioniert Remarketing ohne Einwilligung?
Nein. Für personalisierte Werbung müssen ad_user_data und ad_personalization beide erteilt sein. Lehnt ein Nutzer ab, landet er nicht in deinen Remarketing-Listen.
Brauche ich eine zertifizierte CMP?
Als Werbetreibender nicht zwingend. Die Pflicht zu einer von Google zertifizierten CMP gilt für Publisher mit AdSense, Ad Manager oder AdMob. CMPs aus dem Partnerprogramm von Google bringen aber fertige Vorlagen für den Tag Manager mit.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Einwilligungsmodus
- Google Ads-Hilfe: Aktualisierung des Einwilligungsmodus für Traffic im EWR
- Google Ads-Hilfe: Modellierung für den Einwilligungsmodus
- Google Analytics-Hilfe: Änderungen bei den Steuerelementen für Daten
- Consent Mode v2 für Google Ads: einfach oder erweitert einrichten und prüfen


