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Merchant Center Konto gesperrt oder Produkte abgelehnt: So behebst du es

Eine Sperrung im Merchant Center stoppt über Nacht alle Shopping-Anzeigen und die Produkte in Performance Max. Abgelehnte Produkte kosten leiser, aber jeden Tag. So findest du heraus, was betroffen ist, behebst die Ursache und bekommst die Überprüfung beim ersten Anlauf durch.

Merchant Center Konto gesperrt oder Produkte abgelehnt: So behebst du es

Kurzfassung

  • Google unterscheidet Probleme auf Kontoebene (Warnung oder Sperrung, betrifft alle Produkte) und Probleme auf Produktebene (einzelne Produkte werden abgelehnt oder eingeschränkt).
  • Vor einer Sperrung kommt meist eine Warnung mit Frist, bei Mängeln in den Produktdaten 28 Tage. Bei schwerwiegenden Verstößen sperrt Google sofort.
  • Eine Überprüfung dauert laut Google in der Regel 3 bis 7 Arbeitstage. Scheitert sie, folgt eine Wartezeit, in der du keine neue beantragen kannst.
  • In unseren Konten hatten 94 % der Merchant Center mindestens ein abgelehntes Produkt, im Median 1,8 % des Sortiments. Kontoprobleme betrafen nur 13 % der Konten, aber 64 % aller abgelehnten Produkte.
  • Die häufigsten Ursachen auf Produktebene sind nicht erreichbare Produktseiten, abweichende Preise oder Verfügbarkeiten und Bilder, nicht Richtlinienverstöße.

Was bedeutet "Konto gesperrt" im Merchant Center?

Ein gesperrtes Merchant Center Konto heißt: Google präsentiert keines deiner Produkte mehr auf seinen Plattformen, weder in Shopping-Anzeigen noch in Performance Max noch in den kostenlosen Produkteinträgen. Eine Ablehnung dagegen betrifft nur einzelne Produkte, der Rest deines Sortiments läuft weiter.

Google ordnet jedes Problem einer von zwei Ebenen zu (Merchant Center-Hilfe):

  • Produktebene: Eine Warnung heißt, das Produkt wird angezeigt, die Leistung ist aber möglicherweise eingeschränkt. Eine Ablehnung heißt, das Produkt wird nicht angezeigt.
  • Kontoebene: Eine Warnung kommt mit einer Frist zur Behebung. Eine Sperrung nimmt alle Produkte aus der Auslieferung.

Bevor du irgendetwas änderst, klärst du deshalb, auf welcher Ebene das Problem liegt. Die Behebung ist eine völlig andere.

Konto gesperrt oder nur Produkte abgelehnt?
  1. Zeigt das Merchant Center oben einen Hinweis zu Kontowarnung oder Sperrung?
    NeinProblem auf Produktebene: unter Produkte, Tab "Überprüfung erforderlich", nach Grund sortieren und je Grund beheben
  2. Läuft die Frist aus der Warnmail noch?
    NeinKonto ist gesperrt: Ursache vollständig beheben, erst dann Überprüfung beantragen
  3. Ist die genannte Richtlinie eindeutig, etwa Website nicht beansprucht oder fehlende Angaben im Shop?
    NeinUneindeutig, etwa Falschdarstellung: Shop gegen die Anforderungen prüfen und alle Lücken auf einmal schließen
  4. Problem innerhalb der Frist beheben und über "Prüfen und korrigieren" melden, damit es gar nicht erst zur Sperrung kommt
Quelle: eigene Darstellung nach der Merchant Center-Hilfe zu Problemen, Warnungen und Kontosperrungen

Warnung, Frist, Sperrung: So läuft das Verfahren ab

Bei Verstößen gegen die Richtlinien bekommst du zuerst eine E-Mail mit dem Problem, einem Hinweis zur Behebung und einer Frist (Merchant Center-Hilfe zu Warnungen und Sperrungen). Die Frist steht in der Mail selbst und hängt vom Problem ab:

  • Bei Mängeln in der Produktdatenqualität nennt Google eine Frist von 28 Tagen (Merchant Center-Hilfe).
  • Bei weniger schweren Fällen von Falschdarstellung sind es 7 bis 28 Tage (Merchant Center-Hilfe).
  • Bei schwerwiegenden Verstößen spricht Google unter Umständen keine Warnung aus und sperrt das Konto sofort.

Behebst du das Problem nicht rechtzeitig, wird das Konto gesperrt und alle Artikel werden deaktiviert. Danach bleibt der Weg über die Überprüfung.

Von der Warnung zur Freischaltung
  1. Warnung per MailProblem, Hinweis zur Behebung und Frist
  2. Frist28 Tage bei Mängeln in den Produktdaten, sonst laut Mail
  3. Sperrungwenn die Frist ohne Behebung abläuft oder der Verstoß schwer ist
  4. Überprüfungnach vollständiger Behebung beantragen, in der Regel 3 bis 7 Arbeitstage
  5. Freischaltungoder bei Ablehnung eine Wartezeit bis zum nächsten Antrag
Quelle: Merchant Center-Hilfe zu Warnungen, Kontosperrungen und Produktdatenqualität, eigene Darstellung

Wichtig ist die Wartezeit: Lehnt Google eine Überprüfung ab, bleibt die Schaltfläche für einen neuen Antrag eine Zeit lang deaktiviert. Das Enddatum siehst du im Merchant Center. Ein vorschneller Antrag mit halb behobenem Problem kostet dich also nicht nur die Prüfdauer, sondern zusätzlich diese Sperrfrist.

Merchant Center Konto gesperrt: die häufigsten Gründe

Falschdarstellung ist der Grund, der Händler am meisten verunsichert, weil die Meldung selten sagt, was genau fehlt. Google verlangt im Kern, dass Kunden vor dem Kauf wissen, mit wem sie es zu tun haben und was sie zahlen (Merchant Center-Hilfe zur Falschdarstellung). Als Verstöße nennt Google unter anderem:

  • eine falsche oder virtuelle Adresse als Hauptsitz oder einen verschleierten Versandort
  • einen Gesamtpreis, der Steuern, Gebühren oder Aufschläge nicht offenlegt
  • intransparente Zahlungsmodelle oder wiederkehrende Kosten
  • verweigerte Rückgaben oder Erstattungen trotz eigener Rückgaberichtlinie
  • nicht offengelegte Versandkosten, auch für Retouren

Prüfe deinen Shop deshalb mit den Augen eines neuen Kunden: Impressum mit echter Anschrift, erreichbare Kontaktdaten, Versandkosten vor dem Checkout, eine auffindbare Rückgabe- und Erstattungsregel und Zahlungsarten, die zu dem passen, was im Checkout tatsächlich angeboten wird.

Website nicht bestätigt oder URL passt nicht: Die Shop-URL im Merchant Center muss bestätigt und beansprucht sein, und die Produktlinks müssen auf genau diese Domain führen. Nach einem Domainwechsel, einem neuen Shopsystem oder einer Umstellung auf eine andere Sprachversion ist das die häufigste Ursache dafür, dass plötzlich ein ganzes Sortiment ausfällt.

Richtlinien zu Produkten: Waffen und Waffenteile, Tabak, Arzneimittel oder Fahrzeugteile können einzelne Produkte sperren. Wiederholte oder schwere Verstöße reichen bis zur Kontosperrung. Hier hilft nur, die betroffenen Produkte aus dem Feed zu nehmen oder über einen Ausschluss gar nicht erst an Google zu senden.

Produkte abgelehnt: Ursachen finden und beheben

Die Liste aller Probleme findest du im Merchant Center unter Produkte, Tab Überprüfung erforderlich. Oben stehen die Probleme im Zusammenhang mit Einrichtung und Richtlinien, darunter die Gründe auf Produktebene mit der Zahl der betroffenen Artikel (Merchant Center-Hilfe). Arbeite die Gründe von oben nach unten ab, nicht die Produkte einzeln.

Produktseite nicht erreichbar: Google muss die Seite hinter jedem Produktlink aufrufen können. Weiterleitungen auf die Startseite, Fehlerseiten, eine Sperre für den Google-Crawler in der robots.txt oder ein Passwortschutz im Staging führen zur Ablehnung.

Preis oder Verfügbarkeit weicht ab: Zeigt der Feed einen anderen Preis oder Bestand als die Produktseite, lehnt Google das Produkt ab. Abhilfe schaffen die automatischen Artikelaktualisierungen: Google gleicht Preis, Sonderangebotspreis, Verfügbarkeit und Zustand mit der Produktseite ab und übernimmt den Wert von dort (Merchant Center-Hilfe). Voraussetzung sind strukturierte Daten nach schema.org auf der Produktseite. Die Ursache beheben sie nicht: Wird dein Feed seltener aktualisiert als dein Shop, läuft die Abweichung weiter.

Bilder: zu kleine Bilder, Platzhalter und Werbe-Overlays wie Rabattbanner oder Logos auf dem Produktbild (Merchant Center-Hilfe). Für Overlays bietet Google eine automatische Bildverbesserung an.

Pflichtangaben: fehlender Preis, fehlendes Bild, fehlende Verfügbarkeit und falsche oder fehlende GTIN (Merchant Center-Hilfe zur GTIN). Bei Bekleidung kommen Geschlecht, Größe, Farbe und Altersgruppe hinzu.

Nach der Korrektur dauert es laut Google drei bis fünf Werktage, bis die Produkte erneut geprüft sind. Nach einer Änderung oder einem Antrag auf Überprüfung ist das Crawling in der Regel in 24 bis 48 Stunden abgeschlossen.

Nicht jede Einschränkung ist eine Ablehnung. Produkte, die ausverkauft sind oder in keiner Kampagne stehen, laufen ebenfalls nicht. Das ist kein Fehler, verzerrt aber schnell die Zahl der "nicht auslieferbaren" Produkte im Konto. Trenne diese Fälle, bevor du bewertest, wie groß dein Problem ist.

Was wir in 225 Merchant Centern sehen

Wir haben am 28.09.2026 den Produktstatus aller Merchant Center ausgewertet, die mit den Google Ads Konten aus unserer Betreuung verknüpft sind. Einbezogen sind 225 Merchant Center mit mindestens 50 Online-Produkten, verknüpft mit 190 Google Ads Konten, die in den 30 Tagen davor Kosten in Shopping oder Performance Max hatten. Als abgelehnt zählt ein Produkt, das nicht ausgeliefert wird und mindestens ein Problem mit dem Schweregrad Fehler hat. Produkte, die nur ausverkauft sind oder in keiner Kampagne stehen, zählen nicht mit. Das betraf knapp 10 % aller Produkte zusätzlich.

  • 212 von 225 Merchant Centern (94 %) hatten mindestens ein abgelehntes Produkt.
  • Im Median waren 1,8 % der Produkte abgelehnt. In 64 Konten (28 %) waren es mehr als 10 %, in 25 Konten (11 %) mehr als die Hälfte.
  • Kontoprobleme wie eine nicht beanspruchte Website, eine abweichende Shop-URL oder fehlende Voraussetzungen für das CSS-Programm traten nur in 30 Konten (13 %) auf. Sie verursachten aber 64 % aller abgelehnten Produkte, weil sie immer das ganze Sortiment treffen.
Anteil der Merchant Center mit mindestens einem abgelehnten Produkt, nach Grund
Produktseite nicht erreichbar oder nicht prüfbar74 %
Preis oder Verfügbarkeit weicht ab oder ist ungültig55 %
Bilder51 %
Pflichtangaben fehlen36 %
Richtlinien zu Produkten34 %
Konto und Website13 %
Versand12 %
Quelle: eigene Auswertung von 225 Merchant Centern mit Google Ads Konten aus unserer Betreuung, Stand 28.09.2026. Ein Konto kann mehrere Gründe haben.

Die Verteilung zeigt zwei unterschiedliche Probleme. Die meisten Shops verlieren laufend einen kleinen Teil ihres Sortiments durch technische Kleinigkeiten, vor allem Produktseiten und Preisabgleich. Das fällt im Konto kaum auf, summiert sich aber über Wochen. Wenige Shops verlieren dagegen auf einen Schlag fast alles, fast immer durch ein Problem auf Kontoebene. Richtlinienverstöße sind häufig, betreffen aber meist nur einzelne Produkte.

Fehler Schritt für Schritt beheben: Wie wir Feed, Feed-Regeln und Fehlerdiagnose im Merchant Center aufbauen, damit Ablehnungen gar nicht erst entstehen, steht im Shopping & PMax Playbook.

Überprüfung beantragen: So klappt es beim ersten Mal

Die Überprüfung beantragst du im Merchant Center über Prüfen und korrigieren oder die Schaltfläche Überprüfung beantragen, bei Shopify auch in der Google & YouTube App (Merchant Center-Hilfe). Damit sie beim ersten Mal durchgeht:

  1. Erst beheben, dann beantragen. Google prüft den Stand zum Zeitpunkt des Antrags. Jede offene Lücke führt zur Ablehnung und damit zur Wartezeit.
  2. Alle Stellen prüfen, nicht nur die genannte. Bei Falschdarstellung nennt Google selten die konkrete Seite. Geh Impressum, Kontakt, Versand, Rückgabe, Zahlungsarten und Checkout vollständig durch.
  3. Feed neu verarbeiten lassen. Wenn du Produktdaten geändert hast, warte, bis der Feed neu abgerufen ist, bevor du die Überprüfung beantragst.
  4. Bei Einspruch begründen. Hältst du die Sperrung für falsch, lege Einspruch ein und begründe ihn. Google reaktiviert Konten nur bei einem eindeutigen, gut begründeten Sachverhalt.
  5. Kein neues Konto anlegen. Eine Sperrung mit einem neuen Konto zu umgehen, verstößt gegen die Richtlinie zum Missbrauch des Netzwerks, ebenso wie Produktdaten oder Seiten nur für die Prüfung anzupassen (Merchant Center-Hilfe).

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis ein gesperrtes Merchant Center Konto wieder freigeschaltet wird?

Die Überprüfung dauert laut Google in der Regel 3 bis 7 Arbeitstage. Dazu kommt die Zeit für die Behebung. Lehnt Google die Überprüfung ab, beginnt eine Wartezeit, bis du einen neuen Antrag stellen kannst.

Laufen meine Anzeigen weiter, wenn das Merchant Center gesperrt ist?

Shopping-Anzeigen und die Produkte in Performance Max laufen nicht mehr, weil Google keine Produkte des Kontos präsentiert. Suchanzeigen hängen nicht am Merchant Center und laufen weiter.

Was bedeutet "Falschdarstellung" im Merchant Center?

Google sieht Angaben als irreführend an, die Kunden über dein Unternehmen, deine Preise oder deine Bedingungen täuschen können. Typisch sind fehlende oder falsche Kontaktdaten, nicht offengelegte Versandkosten und unklare Rückgabebedingungen. Schwere Fälle führen ohne Warnung zur Sperrung.

Warum sind Produkte abgelehnt, obwohl im Feed alles stimmt?

Google prüft nicht nur den Feed, sondern auch die Produktseite. Weichen Preis oder Verfügbarkeit dort ab oder ist die Seite für den Google-Crawler nicht erreichbar, wird das Produkt abgelehnt. Automatische Artikelaktualisierungen und strukturierte Daten auf der Produktseite verringern diese Fälle.

Wie viele abgelehnte Produkte sind normal?

In unserer Auswertung lag der Median bei 1,8 % des Sortiments, fast jedes Konto hatte einzelne Ablehnungen. Mehr als 10 % sind ein Zeichen für ein technisches Grundproblem, das sich meist mit einer einzigen Korrektur im Feed oder im Shop lösen lässt.

Quellen

Wir prüfen dein Merchant Center und sagen dir, was die Sperrung auslöst.

Um herauszufinden, wie wir dir und deinem Unternehmen helfen können, laden wir dich zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Such dir einfach einen passenden Termin für einen kurzen Call aus.

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Sebastian Beneke, Co-Founder von Lyonic