Saison & Budget

Was kostet Google Ads? Klickpreise und Budgets aus 175 Konten

Google Ads kostet so viel, wie du ausgeben willst. Die ehrliche Antwort hilft bei der Planung aber wenig. Deshalb haben wir nachgesehen, was ein Klick in 175 Konten aus unserer Betreuung tatsächlich gekostet hat, wie viel Budget die Konten im Monat einsetzen und was dabei herauskommt.

Was kostet Google Ads? Klickpreise und Budgets aus 175 Konten

Kurzfassung

  • Ein Klick kostete von Oktober 2025 bis September 2026 im Median 0,48 Euro. Bei Shopping und Performance Max lag er bei 0,46 bis 0,48 Euro, in der generischen Suche bei 0,88 Euro.
  • Die Konten setzten im Median rund 2.180 Euro im Monat ein. Die Hälfte lag zwischen rund 980 und 5.610 Euro.
  • Der ROAS lag im Median bei 5,0, also 5 Euro Umsatz je Euro Werbekosten. Eine Conversion kostete im Median rund 20 Euro.
  • Der Klickpreis bei Shopping und Performance Max stieg im dritten Quartal 2026 um rund 12 % gegenüber dem Vorjahr.
  • Was du zahlst, entscheidet die Auktion: Wettbewerb, Qualität der Anzeige und Produktdaten, Saison und der Weg über eine CSS.

Wie setzen sich die Kosten von Google Ads zusammen?

Google Ads rechnet in der Suche, bei Shopping und bei Performance Max fast immer pro Klick ab. Du zahlst nicht für die Einblendung, sondern erst, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Wie viel ein Klick kostet, ergibt sich in jeder einzelnen Auktion neu aus deinem Gebot, dem Gebot der anderen und der Qualität deiner Anzeige.

Was du insgesamt ausgibst, steuerst du über das Tagesbudget je Kampagne. An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten davon ausgeben, um starke Tage mitzunehmen. Über den Monat gerechnet zahlst du aber höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets.

Dazu kommen gegebenenfalls Kosten außerhalb von Google: eine Agentur, ein Feed-Tool oder eine CSS. Die stehen nicht in deinem Google-Ads-Konto, gehören aber in jede ehrliche Rechnung.

So entstehen deine Google-Ads-Kosten
  1. Tagesbudgetlegt fest, wie viel eine Kampagne im Schnitt am Tag ausgeben darf
  2. AuktionGebot, Wettbewerb und Qualität bestimmen den Preis je Klick
  3. Klickerst jetzt fallen Kosten an
  4. = Monatskostenhöchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets
Quelle: Google Ads-Hilfe, eigene Darstellung

Was kostet ein Klick bei Google Ads?

Wir haben für alle Konten aus unserer Betreuung, die von Oktober 2025 bis September 2026 im Schnitt mindestens 300 Euro im Monat ausgegeben haben, den Klickpreis je Kampagnenart berechnet. Gezählt hat jede Kampagnenart eines Kontos mit mindestens 500 Klicks im Jahr. Gezeigt ist der Median über die Konten.

Klickpreis je Kampagnenart, Median je Konto, Oktober 2025 bis September 2026
Suche generisch0,88 €
Suche Marke0,49 €
Shopping0,48 €
Performance Max0,46 €
Demand Gen0,16 €
Quelle: eigene Auswertung von 175 Google-Ads-Konten, Suche getrennt nach Kampagnennamen mit "Brand" oder "Marke"

Drei Dinge fallen auf:

  • Generische Suchen sind am teuersten. Wer nach "Boxspringbett 180x200" sucht, ist kaufbereit, und um genau diese Klicks bieten viele Shops. Die Hälfte der Konten zahlte dort zwischen 0,58 und 1,30 Euro.
  • Shopping und Performance Max liegen fast gleichauf. Beide laufen über deinen Produktfeed, und der Klick führt direkt auf ein Produkt. Die Hälfte der Konten lag zwischen 0,32 und 0,71 Euro.
  • Auch die eigene Marke kostet. Ein Markenklick lag im Median bei 0,49 Euro, in jedem vierten Konto über 0,93 Euro. Das passiert, wenn Wettbewerber oder Händler auf deinen Markennamen bieten.

Wichtig für die Einordnung: Unsere Kunden sind vor allem Onlineshops, viele aus Mode, Möbel, Sport und Baubedarf. Für Dienstleister oder B2B-Anbieter sagen diese Werte wenig.

Werden die Klicks teurer?

Ja, leicht. Bei Shopping und Performance Max lag der Klickpreis im dritten Quartal 2026 im Median bei 0,47 Euro, ein Jahr vorher bei 0,42 Euro. Das sind rund 12 % mehr. Ein Teil davon kann an der Zusammensetzung liegen, weil 2026 mehr Konten dazugekommen sind.

Klickpreis Shopping und Performance Max je Quartal, Median je Konto und Monat
Q4 20240,40 €
Q1 20250,39 €
Q2 20250,43 €
Q3 20250,42 €
Q4 20250,41 €
Q1 20260,40 €
Q2 20260,45 €
Q3 20260,47 €
Quelle: eigene Auswertung, 138 bis 184 Konten je Quartal, Konten mit mindestens 200 Shopping- oder Performance-Max-Klicks im Monat

Auffällig ist, dass das vierte Quartal im Median nicht teurer war als der Sommer. Black Friday und Weihnachten treiben den Klickpreis nur an einzelnen Tagen. In der Black Week 2025 stieg er im Median um 14 %, mehr dazu im Beitrag Black Friday in Google Ads.

Wie viel Budget setzen Onlineshops ein?

Ein Viertel der Konten gab im Monat weniger als rund 980 Euro aus, ein Viertel mehr als 5.610 Euro. Der Median lag bei rund 2.180 Euro. Das ist kein Richtwert für deinen Shop, zeigt aber die Spanne, in der Shops mit Agenturbetreuung unterwegs sind.

Monatliche Werbekosten je Konto, Oktober 2025 bis September 2026
Unteres Viertel bis980 €
Median2.180 €
Oberes Viertel ab5.610 €
Quelle: eigene Auswertung von 175 Google-Ads-Konten mit mindestens 300 Euro im Monat

Was kommt dabei heraus?

Im Median erzielten die Konten einen ROAS von 5,0. Auf jeden Euro Werbekosten kamen also 5 Euro Umsatz, so wie Google Ads ihn misst. Eine Conversion, meist ein Kauf, kostete im Median rund 20 Euro.

Ob das gut ist, hängt an deiner Marge. Ein ROAS von 5 bedeutet Werbekosten von 20 % des Umsatzes. Bei 50 % Rohertrag bleibt genug übrig, bei 25 % nicht. Welcher ROAS sich für dich rechnet, zeigt der Break-even-ROAS-Rechner. Warum wir Konten lieber nach Deckungsbeitrag als nach ROAS steuern, steht im Beitrag zu POAS.

Was treibt den Klickpreis?

  • Wettbewerb: Je mehr Shops auf dieselben Suchen bieten, desto teurer der Klick. In der Black Week sieht man das an einzelnen Tagen deutlich.
  • Qualität: Eine passende Anzeige und eine gute Zielseite senken den Preis, den du für dieselbe Position zahlst. Bei Shopping und Performance Max zählen vor allem die Produktdaten: Titel, Bilder, Preise und Verfügbarkeit.
  • Gebotsstrategie: Ein hoher Ziel-ROAS macht Google vorsichtiger, ein niedriger lässt mehr und teurere Klicks zu.
  • CSS: Shopping-Anzeigen, die über eine Comparison Shopping Service laufen, kosten bis zu 20 % weniger als über Google Shopping direkt. Wie das funktioniert, steht im Beitrag zur Google CSS.

Wie planst du dein Budget?

Rechne vom Ziel rückwärts, nicht vom Bauchgefühl vorwärts. Ein Beispiel mit den Medianwerten oben: Willst du im Monat 50 Bestellungen über Google Ads und kostet dich eine Bestellung rund 20 Euro, brauchst du etwa 1.000 Euro Budget. Deine eigenen Werte können deutlich davon abweichen, deshalb gilt:

  1. Starte mit deinen Zahlen: durchschnittlicher Warenkorb, Marge und, falls vorhanden, Conversion-Rate aus dem Shop.
  2. Lege einen Ziel-ROAS fest, bei dem du nach Werbekosten noch verdienst.
  3. Gib den Kampagnen Zeit. Smart Bidding braucht genug Conversions, um zu lernen. Ein Budget, das nur für ein paar Klicks am Tag reicht, bringt wenig Lerndaten.
  4. Plane die Saison mit ein. Ab Mitte November steigt die Nachfrage, das Budget sollte vorher stehen.

Häufige Fragen

Kann ich Google Ads mit 100 Euro im Monat machen?

Technisch ja, es gibt kein Mindestbudget. Bei 0,48 Euro je Klick sind das aber rund 200 Klicks im Monat. Für einen Shop reicht das meist nur für einen Test mit wenigen Produkten oder für die eigene Marke.

Zahle ich bei Google Ads für Einblendungen?

In der Suche, bei Shopping und bei Performance Max zahlst du in der Regel pro Klick. Abrechnung pro tausend Einblendungen gibt es vor allem bei Display- und Videokampagnen.

Warum hat Google mehr ausgegeben als mein Tagesbudget?

An einzelnen Tagen darf Google bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben. Über den Monat sind es höchstens 30,4 Tagesbudgets, mehr berechnet Google nicht.

So haben wir gerechnet

Grundlage sind die Tageswerte aller Google-Ads-Konten aus unserer Betreuung von Oktober 2025 bis September 2026. Berücksichtigt sind 175 Konten mit im Schnitt mindestens 300 Euro Werbekosten im Monat, je nach Konto in Euro oder Franken. Klickpreise je Kampagnenart zählen ab 500 Klicks im Jahr, Marke und generische Suche sind über den Kampagnennamen getrennt. ROAS und Kosten je Conversion beruhen auf den Conversions, wie sie im jeweiligen Konto erfasst sind. Gezeigt ist jeweils der Median, damit einzelne sehr große Konten das Bild nicht verzerren.

Quellen

Wir rechnen mit dir durch, welches Budget für deinen Shop sinnvoll ist.

Um herauszufinden, wie wir dir und deinem Unternehmen helfen können, laden wir dich zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Such dir einfach einen passenden Termin für einen kurzen Call aus.

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Sebastian Beneke, Co-Founder von Lyonic