ERP Labelizer: ein Produkt einordnen
ROAS ist kein Profit. Trag für ein Produkt die Zahlen aus Google Ads und aus dem ERP ein, und du siehst, in welches Segment es gehört und wie es im Konto gesteuert werden sollte. Nimm ein paar Top-Seller und ein paar Problemfälle, daraus entsteht dein erstes Regelset.
Ein Produkt, letzte 30 Tage
Conversion Value dieses Produkts im Betrachtungszeitraum, brutto wie in Google Ads ausgewiesen.
Werbekosten, die diesem Produkt zugeordnet sind. In PMax näherungsweise über den Produktbericht.
Anteil vom Umsatz, der nach Wareneinsatz, Versand und Zahlungsgebühren übrig bleibt, vor Marketingkosten. Aus dem ERP, nicht geschätzt.
Anteil des Umsatzes, der zurückkommt. Im Modell wird der Umsatz anteilig reduziert.
Datenbasis. Unter 30 Klicks im Zeitraum ist eine Bewertung nicht belastbar, das Produkt gehört dann in den Testbereich.
Produkte, die häufig nicht lieferbar sind, verbrennen Budget und Lernsignale und werden zurückgestuft.
Aus dem Merchant Center. Produkte, die dauerhaft teurer als der Wettbewerb sind, werden unabhängig von der Performance zurückgestuft.
- Umsatz nach RetourenBasis für den Deckungsbeitrag
- 3.600 €
- Deckungsbeitrag vor MarketingUmsatz nach Retouren mal Marge
- 1.080 €
- Ergebnisbeitrag nach Ads-Kostendas, was am Ende übrig bleibt
- 280 €
- POASDeckungsbeitrag geteilt durch Ads-Kosten
- 1,35
- ROASzum Vergleich, ohne Marge und Retouren
- 5,00
- POAS von 1,35: aus jedem Euro Werbekosten entstehen 1,35 € Deckungsbeitrag.
Das Produkt liegt stabil im Zielbereich. Es gehört in die Main-Kampagne, ohne Sonderbehandlung. Nicht am Budget drehen, sondern beobachten, ob es sich in Richtung Over-Index entwickelt.
Die fünf Segmente
| Segment | Bedeutung | Steuerung im Konto |
|---|---|---|
| Over-Index | Hohe Profitabilität, klar über Ziel | Eigene Push-Kampagne, aggressiveres Ziel, mehr Budget |
| Index | Stabil im Zielbereich | Main-Kampagne, konservative Steuerung |
| Near-Index | Knapp unter Ziel, Potenzial vorhanden | Testen mit Creatives, Titeln und Signalen |
| Under-Index | Traffic ja, Ergebnis nein | Budget begrenzen, ausschließen oder Preis und Feed prüfen |
| No-Index | Zu wenig Daten oder neu | Kleines Testbudget, danach neu bewerten |
Das für 5.000 SKUs statt für eines? Genau dafür bauen wir den Labelizer als Prozess: ERP- und Ads-Daten zusammenführen, wöchentlich neu bewerten und die Labels direkt an Feed und Gebotsstrategien hängen.
Kostenlose Deep-Dive-Analyse buchenVereinfachtes Modell für die Einordnung eines einzelnen Produkts. Der Deckungsbeitrag wird auf den Umsatz nach Retouren gerechnet, Retouren werden dabei anteilig abgezogen. Die Schwellen orientieren sich am POAS, also am Deckungsbeitrag je Euro Werbekosten: ab 2,0 Over-Index, ab 1,3 Index, ab 1,0 Near-Index, darunter Under-Index. Unter 30 Klicks ist keine belastbare Bewertung möglich, das Produkt gilt als No-Index. Zusätzlich gelten zwei Rückstufungen: dauerhaft zu teuer im Wettbewerb und häufig nicht lieferbar führen unabhängig von der Performance zu Under-Index, eine Marge unter 10 Prozent stuft ein Segment herunter. Reale Bewertungen berücksichtigen zusätzlich Lagerreichweite, Saison und Wiederkaufverhalten.
Vom Produkt zum Segment
Die Hintergründe stehen im Playbook Profit Labeling System.
Deckungsbeitrag
Umsatz nach Retouren mal Marge. Das bleibt vor Werbekosten übrig.
POAS
Deckungsbeitrag geteilt durch die Werbekosten des Produkts.
Segment
Aus dem POAS ergibt sich das Segment, unter 30 Klicks gilt No-Index.
Rückstufungen
Preis, Lieferfähigkeit und Marge können das Segment unabhängig von der Performance senken.
Häufige Fragen zum ERP Labelizer
Was ist POAS?
POAS steht für Profit on Ad Spend: Deckungsbeitrag geteilt durch Werbekosten. Anders als der ROAS rechnet er mit Marge und Retouren. Ein POAS von 1 heißt, der Deckungsbeitrag deckt die Werbekosten gerade.
Welche Segmente gibt es?
Over-Index ab POAS 2,0, Index ab 1,3, Near-Index ab 1,0, darunter Under-Index. Produkte mit weniger als 30 Klicks im Zeitraum landen in No-Index, weil die Datenbasis für eine Bewertung nicht reicht.
Warum werden Produkte zurückgestuft?
Dauerhaft teurere und häufig nicht lieferbare Produkte kommen unabhängig von der Performance in Under-Index, weil sie Budget und Lernsignale verbrennen. Bei einer Marge unter 10 % geht es ein Segment herunter.
Wie kommen die Segmente ins Konto?
Als Custom Label im Feed, per Feed-Regel oder ergänzendem Feed. Danach lassen sich Kampagnen oder Asset-Gruppen je Segment steuern. Wie das im Detail geht, steht im Playbook Profit Labeling System.
Lass uns über deine Produktsteuerung sprechen
Im kostenlosen Deep Dive schauen wir, wie du ERP- und Ads-Daten zusammenführst und die Segmente an Feed und Gebote hängst.

