Semantisches Targeting – Themenspezifisch werben

Ausgangspunkt des sogenannten semantischen Targetings ist das Kontext-Targeting. Das Kontext-Targeting ermöglicht die Auslieferung bezahlter Anzeigen auf Basis von Keywords innerhalb redaktioneller Umfelder. Taucht das vorab definierte Keyword auf einer Webseite bzw. Subpage auf, wird hier die entsprechende Anzeige platziert. Ziel ist, Nutzer in einem thematisch zum Angebot passenden Umfeld zu erreichen. So können Werbeanzeigen eines Automobilherstellers beispielsweise neben „Formel 1”-Berichten platziert werden.

Beim Kontext-Targeting besteht allerdings das Risiko, dass Anzeigen möglicherweise auch in einem negativen Kontext platziert werden. So könnten Anzeigen eines Automobilherstellers bei dieser Ausrichtung auch in Artikeln platziert werden, in denen über dramatische Unfälle berichtet wird. Die Werbeanzeige kann so im schlimmsten Fall eine negative Reaktion des Nutzers auslösen.

Eine Weiterentwicklung des Kontext-Targetings ist das semantische Targeting, das Inhalte semantisch analysiert und die enthaltenen Schwerpunktthemen bestimmt. Im Gegensatz zum Kontext-Targeting sucht dieses Verfahren nicht nach Keywords, sondern analysiert den gesamten sichtbaren Text einer einzelnen Seite, und platziert dann themenspezifisch passende Online-Werbung. Bewegt sich ein beliebiger Nutzer im genutzten Werbenetzwerk auf einer Website bzw. Sub-Page, die den festgelegten Einstellungen entspricht, wird er mit Werbung erreicht. Ziel ist es auch hier, den Nutzer genau dann mit der Werbung zu erreichen, wenn er sich mit dem jeweiligen Thema beschäftigt. Diese Art des Targetings erlaubt eine genauere Bestimmung des Zusammenhangs. So können Werbende versuchen, Schlüsselwörter mit Doppelbedeutung klarer zu definieren und Seiten, die ein ausgewähltes Keyword in negativer Form behandeln, für die Werbemittelplatzierung ausschließen.

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