Google Ads – Teilnetzwerke und Ausrichtungsmöglichkeiten

Google Ads ist ein Online-Werbeprogramm vom Anbieter Google, über das bezahlte Online-Anzeigen erstellt und nach dem Prinzip des Real-Time-Bidding im Google Universum geschaltet werden können. Das Online-Tool macht mit 116,32 Milliarden US-Dollar den Großteil des Gesamtumsatzes des Alphabet-Konzerns, der 136,82 Milliarden US-Dollar beträgt, aus. Das Werbesystem Google Ads wird häufig mit der Schaltung von Anzeigen im bezahlten Bereich der Google-Suche in Verbindung gebracht. Allerdings bietet das Tool darüber hinaus auch die Möglichkeit, Banner- und In-Stream-Werbung auf Partner-Websites und auf Youtube zu platzieren. Das Werbenetzwerk Google Ads besteht also, wie in der Abbildung zu erkennen, aus insgesamt 3 Teilnetzwerken.

 

Abbildung: Teilnetzwerke Google Ads

Im Folgenden werden zunächst die Ausrichtungsmöglichkeiten, die Werbenden in Google Ads zur Verfügung stehen, betrachtet. Anschließend werden die Werbemöglichkeiten der beiden relevanten Teilnetzwerke, GDN und Youtube, untersucht.

Ausrichtungsmöglichkeiten

Bei Google Ads ist innerhalb der Teilnetzwerke GDN und Youtube sowohl Semantisches- als auch Behavioral- und Re-Targeting möglich. Dafür verwendet Google umfangreiche Nutzerdaten, um die Ausrichtung von Kampagnen und Anzeigen zu ermöglichen. Diese Daten können sich Werbende innerhalb des Targetings zunutze machen. die Abbildung bietet einen Überblick, welche Targeting-Strategien in Google Ads gewählt werden können.

 

Abbildung: Targeting-Optionen GDN und Youtube

Mit Google Ads kann die Zielgruppe anhand verschiedenster Merkmale mithilfe des PBT festgelegt werden. Dabei ist es einerseits möglich, den gewünschten Nutzer-Standort einzugrenzen und auszuschließen.   Ebenso können verschiedenste demografische Merkmale wie Alter und Geschlecht sowie Sprachen und Geräte der Nutzer festgelegt werden. In Google Ads sind nicht für alle Nutzer demografische Merkmale bekannt. Für Nutzer, die der Kategorie “Unbekannt” zugeordnet sind, konnte kein Alter, Geschlecht, oder Elternstatus ermittelt werden. Außerdem kann eingestellt werden, an welchen Wochentagen und zu welcher Uhrzeit die Anzeigen geschaltet werden sollen. Mithilfe diverser Interessens- und Verhaltensmerkmalen die sich in verschiedenste Kategorien unterteilen wird der Ansatz der PBT vervollständigt. 

Mithilfe des Semantischen-Targetings in Google Ads können im GDN und auf Youtube Anzeigen auf ausgewählten Placements, innerhalb von Themen-Channels, sowie auf der Grundlage von Keywords platziert werden. Placements sind Webseiten oder Unterbereiche von Webseiten, sowie Apps, Videos und Kanäle, auf denen Werbung im GDN und auf Youtube gezielt platziert werden kann. Beim Targeting über Placements wird aktiv bestimmt, wo Werbung erscheinen soll. Mithilfe des Channel-Targetings können bestimmte Themen-Kategorien ausgewählt werden, beispielsweise Reisen, Unterhaltung oder Fitness. Geschaltet wird die Anzeige dann im thematisch relevanten Kontext auf Youtube und im GDN. Ebenso ist, es möglich, thematisch relevante Keywords festzulegen. Dadurch wird die Anzeige auf Websites sowie in Apps und Videos ausgestrahlt, auf denen der entsprechende Keyword-Kontext vorliegt. 

In Google Ads ist ebenso die Option Retargeting verfügbar. Hiermit können Banner -und In-Stream Anzeigen im Google-Displaynetzwerk und auf Youtube für Nutzer geschaltet werden, die die eigene Website oder App schon einmal besucht bzw. verwendet haben.

Darüber hinaus ermöglicht es Google Ads mithilfe von Frequency Capping die Anzahl der Auslieferungen für einen Nutzer pro Tag, pro Woche, oder pro Monat zu begrenzen.

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